SELSBTGEBAUTE MUSIK UNTERWEGS

Selbstgebautemusik ist alles Mögliche, Instrumentenerfindungsplattform, Künstlernetzwerk, Workshopangebot und vor allem auch das „Festival für selbstgebaute Musik“. Zusätzlich finden über das Jahr zahlreiche Eigene und Projekte in Kooperationen statt, wie z.B. im Rahmen des Bauhausfestes Dessau oder dem 35C3 Congress in Leipzig. Dabei wird vor allem das Rieseninstrument, welches unterschiedliche Gestalten annimmt und immer wieder weiter und neu entwickelt wird, bespielt. Neben zahlreichen Musikern arbeiten wir vor allem mit der Band RHIZOMATIQE zusammen und haben im Frühjahr 2019 das SelbstgebauteMusik-Collective gegründet.


Das Rieseninstrument als T.R.A.S.H. - The Real Anarchist Sound Hub -Floor 8.-11. August 2019

Der Floor auf dem Artlake Festival 2019 ist nicht nur eine Bühne mit vielseitigem Programm – Workshops, Konzerte, DJs, Theater – sondern auch gleichzeitig ein riesiges Instrument. Und das könnt ihr bespielen! In offenen und geleiteten Jams, ganz analog oder halb elektronisch wird über die vier Tage ein neuer Klangkosmos entstehen. Liegebass, Schlagbaum und Treppenklavier, Gymnastikball-Luftmatratzen-Orgel und Tropfenmetronome bilden zusammen mit Sample-Stationen und interaktiven Installationen den Spielplatz eurer kühnsten Festivalträume.
Artlake Festival


Musterhaus STATISTA Autoscooterorkestra mit SelbstgebauteMusik 30. August 2019

Das Haus der Statistik als ehemalige Heimstätte der Zentralverwaltung für Statistik des Ministeriums für Staatssicherheit und als Sitz des statistischen Bundesamtes und des Bundesbeauftragten für Stasi­-Unterlagen genutzt, wandelt sich nach einem Jahrzehnt von Spekulation und Leerstand in ein Labor für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung und kollektiver Architektur-­Produktion.Das ZK/U und openBerlin errichten einen überdachten, fliegenden Bau im Innenhof des Hauses der Statistik, der als Musterhaus STATISTA zukünftige Wohn­-,Arbeits-­ und Freizeitwelten in Zusammenarbeit mit Nachbarschaft und organisierter Zivilgesellschaft erforschen soll.

Ein umfunktionierter Autoscooter wird als volkseigener Gesellschafts­-Betrieb zu einem selbstgebauten, selbstverwalteten und multifunktionalen Gemeinschaftsort.

Hier entsteht das Musterhaus STATISTA! Hier wird das SelbstgebauteMusik-Kollektiv das Autoscooter Orkestra präsentieren- ein partizipatives Konzert für und mit der Nachbarschaft, Passanten und Interessierten jeglichen Alters. Dabei wird sowohl der Autoscooter selbst zum Instrument, aber es können auch kleine Instrumente aus recyclingmaterialien zum Mitnehmen gebaut werden, die dann Teil des Orchesters werden. Das Konzert wird ein gemeinsamer akustischer Aufschlag für die kollektive Arbeit im Musterhaus. Eine simple aber effektvolle musikalische Inszenierung die knallt!

Ein Projekt mit dem ZK/U Berlin und openBerlin


Transitsounds @ Klang der Dinge Festival für experimentelle Musik und Objekttheater 5. - 8.9.2019

Mit »Klang der Dinge« wird die Schaubude Berlin vom 5. bis 8. September 2019 zum Begegnungsort für experimentelle Musik und musikalisches Objekttheater. Das Festival feiert das Unbeständige, den Moment, die existenzielle Kleinigkeit. Musiker*innen und Theaterkünstler*innen zeigen Überschneidungen, Berührungspunkte und Unvorhergesehenes in ihrer Arbeit mit Objekten: singendes Gemüse, krachende Fundstücke, klingende Maschinen, selbstgebaute Instrumente und lautmalerische Gegenstände.

Das SelbstgebauteMusik-Kollektiv wird Staftobjekte aus dem öffentlichen Raum wie Treppen, Mülleimer, Geländer und Werbetafeln ihre spezifischen Sounds entlocken und die Objekte im täglichen Nutzungsraum und mit Hilfe von Passanten hörbar machen.

Das Programm, bestehend aus drei Abenden und einem Tag für Familien, präsentiert außerdem verschiedene Formen von Konzerten, Objektperformances und Theatervorstellungen. Zusätzlich werden verspielte Klanginstallationen, intime solistische Arbeiten und Konzerte in den Hinterräumen der Schaubude und im öffentlichen Raum präsentiert. Ergänzt wird das Programm mit Workshops in Kooperation mit dem Exploratorium Berlin und einem Begleitangebot für Menschen mit Sehbehinderung.

Mit: Besllum & Octavi Rumbau I Agente Costura I Stefano D’Alessio I Werner Durand, Stephan Froleyks, Mazen Kerbaj, Silvia Ocougne, Michael Vorfeld I Figurentheater Wilde & Vogel mit Johannes Frisch, Philipp Scholz, Konrad Schreiter, Thomas Weber I Das Gemüseorchester I Hanna Hartman mit Dafne Narvaez Berlfein I Marisol Jiménez mit Matthias Bauer, Emilio Gordoa, Biliana Voutchkova I SAROTTI INSTANT I Rie Nakajima I SelbstgebauteMusik Kollektiv I trèßurz I Anaïs Tuerlinckx, Burkhard Beins, Marta Zapparoli

Tickets und Programm


Klang der Dinge ist ein Projekt von Alpha Angelina Kartsaki, Felix Koch und Schaubude Berlin.

Gefördert von: Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa Unterstützt von: Institut Ramon Llull, Nationales Performance Netz, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Im Rahmen von: Monat der zeitgenössischen Musik In Kooperation mit: Exploratorium Berlin, Festival für Selbstgebaute Musik, Café Goldstück, Heinrich-Böll-Bibliothek Beraten durch: Berlin für Blinde, ein Projekt von Förderband e. V. Medienpartner: Berliner Morgenpost, kulturradio vom RBB, tip Berlin, ZITTY, Exberliner, Ask Helmut, Berliner Fenster, Dinamix


Workshops zum neuen Dachinstrument des ZK/U-Gebäudes

Bei den Workshops im Rahmen des Güterverkehrs im ZK/U (jeden ersten Sonntag im Monat) soll im partizipativen Prozess der Prototyp eines Dachinstrumentes für das umgebaute ehemalige Güterbahnhofsgebäude entstehen. Dabei sollen in einzelnen thematischen Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten sowie Zielgruppen Ideen gesammelt, Instrumente entworfen und ein erster Prototyp entwickelt werden.

Das Instrument soll nicht nur ein künstlerisches Produkt sein, sondern auch identitätsstiftendes Element in der Nachbarschaft, das kollektiv bespielt werden kann und auf künstlerischen Wegen einen akustischen Bezugsraum schafft, der zum Beispiel durch stetig wiederkehrende Ereignisse (ähnlich Kirchenglocken oder Muezzinrufen) einen akustischen Bezugspunkt erzeugt. Die einzelnen Workshops sollen dabei die unterschiedlichen Ansprüche, Ideen, Probleme, Wünsche und konkreten Bauideen der einzelnen Zielgruppen wie Nachbarschaft, Kinder, Künstler und Anwohner darlegen und daraus ein Konzept entwickelt werden. Dabei sollen sieben Themenbereiche unter den Aspekten Sound, Design, Nutzbarkeit mit unterschiedlichen Interessensgruppen diskutiert werden.


Die Bauhausinstallationen 2018/19

Sowohl zum Bauhausfest 2018 als auch 2019 war das selbstgebaute Musik Kollektiv eingeladen sich mit der historischen Bauhauskapelle auseinanderzusetzen. 2018 wurde eine große Installation mit verschiedenen Klangelementen entwickelt, die von einer Band als Bühne und Instrument genutzt wurde und die zusätzlich für Instrumentenworkshops zur Verfügung stand. 2019 wurde die BigBand der Musikschule Dessau mit Instrumenten vor allem aus Abflussrohren ausgestattet und dafür ein spezifisches Programm entwickelt. Die Arbeiten in diesen beiden Jahren waren auch die Vorarbeiten zu der intensiveren Auseinandersetzung mit der Bauhauskapelle für das Jubiläumsjahr 2019.

Zum hundertjährigen Jubiläum des Bauhauses hat das Selbstgebaute Musik Kollektiv seine Auseinandersetzung mit der Bauhauskapelle weiter fortgesetzt. Sie besteht in der Zusammenarbeit mit mehren Bands und Ensembles und vor allem in der Zusammenfassung der in einer kleinen Publikation zur Geschichte der Bauhauskapelle und zur künstlerischen Auseinandersetzung mit ihrer Arbeit durch das Selbstgebaute Musik Kollektiv. Dieses Projekt wird 2020 im neue entstandenen Bauhausmuseum in Dessau fortgesetzt.

Archiv


Kunstfestival Amma Fi Amman l 17.-29. Juni

AMMA FI AMMAN - Emancipatory Spaces Of Us ist eine öffentliche Interventionsreihe mit fünf temporären Kollektiven in Jordanien:

Verborgene Räume ausgraben, Plateaus leeren und Echos mit den Menschen aus den Ecken der Stadtstruktur erzeugen. Selbstgebaute Musik begibt sich auf Soundsuche auf dem 7 Hills Skatepark in Amman, um soziale und kulturelle Interaktionen der Jordanischen Subkultur auf experimentell musikalischem Wege zu erforschen und ihr emanzipatorisches Potenzial durch Skatesounds zu entfalten.

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35C3 - Die Selbstgebaute Musik - Crew und Rhizomatique zwischen den Jahren in Leipzig

Zwischen den Jahren gründete sich für einige Tage T.R.A.S.H. – The Real Anarchist Sound Hub – aus den Kollektiven Selbstgebaute Musik, Rhizomatique und Mëhrtyrer beim Chaos Communication Congress (35c3) in Leipzig. Das Rieseninstrument wuchs einmal mehr über alle bisher bekannten Dimensionen hinaus und zog jeden Tag aufs neue Hacker, Nerds, Künstlerinnen und Musikerinnen zu gemeinsamen Jamsessions an. Die Hausbibliothek mit integrierter Sitzbank bot inhaltlichen Kontext, ein altes Fahrrad wurde zum Trommelknotenpunkt und die Bass Drum war auch eine Rutsche. Der Basteltisch mit den Instrumentenbausätzen verwandelte sich schnell zur Kommunikationsinsel, auf der neue Ideen ausgetauscht und alte Projekte weiterentwickelt wurden. Die Gymnastikballorgel wurde immer wieder fleißig aufgepumpt und verbreitete mit ihren schiffshornähnlichen Klängen erstaunliche Faszination. Pläne für den 36c3 werden ab sofort geschmiedet – wie wäre es mit einem fahrbaren Miniinstrument?